Irish Whiskey

Irischer Whiskey – milder Genuss von der grünen Insel

Irland ist bekannt für saftige Wiesen, auf denen Schafe grasen, zerklüftete Küsten, den feinsinnigen Humor der Bewohner und die zahlreichen Pubs. Zur ausgelassenen Lebensfreude der Iren und den eng mit dem Land verwurzelten Traditionen gehört auch ein guter Tropfen Whiskey. Denn Irland ist neben Schottland und den USA einer der größten Whiskyhersteller weltweit. Bekannt für seinen milden, fruchtig-weichen Charakter hat sich Irish Whiskey insbesondere bei Neulingen in der Whiskywelt viele Freunde gemacht, aber auch Kenner und ausgesprochene Liebhaber wissen die feinen Whiskeys von der grünen Insel zu schätzen. Erfahren Sie hier mehr über Whiskey aus Irland.

1. Was ist Irish Whiskey?  2. Wie schmeckt Irish Whiskey?  3. Irish Whiskey Sorten  4. Irish Whiskey Geschichte  5. Irish Whiskey Empfehlungen

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Was ist Irish Whiskey?

Der Begriff Irish Whiskey definiert sich ähnlich dem des Scotch Whisky über seine Herkunft und gewisse Herstellungsregularien. Damit bezeichnet Irish Whiskey grundsätzlich alle Whiskeys, die in Irland und Nordirland hergestellt werden. Natürlich gibt es auch eine Reihe weiterer gesetzlicher Regularien. So muss irischer Whiskey aus einem Teil gemälzten Getreides produziert, in Irland destilliert und für mindestens 3 Jahre in Fässern gereift werden. Man darf dem Whiskey außer Wasser und Zuckercouleur nichts Weiteres beifügen. Auch der Mindestalkoholgehalt ist mit 40 % Vol. gesetzlich vorgegeben.

Diese Normen sind nun aber nichts, was einen Whiskey per se als irisch auszeichnet, sondern vielmehr allgemeine Bestandteile der EU-weit gültigen Definition von Whisk(e)y. In der Herstellung und im Geschmack gibt es aber traditionell einige Unterschiede zu Whiskys aus anderen Ländern. Das beginnt schon mit der Schreibweise. Whiskey aus Irland (und den USA) wird meist mit „e“ geschrieben. Das ist zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben, hat sich aber im Laufe der Jahre als Herkunftsmerkmal so durchgesetzt.

Geschmackliche Merkmale des irischen Whiskeys

Irischer Whiskey ist bekannt dafür besonders mild, weich und fruchtig zu sein. Das liegt vor allem daran, dass die gemälzte Gerste traditionell nicht über Torffeuer gedarrt wird und der Whiskey somit keine torfigen oder rauchigen Aromen aufweist. Eine Ausnahme macht hier Connemara Peated, der zu den wenigen rauchigen und torfigen irischen Single Malts des Inselstaates gehört. Ein weiterer Aspekt für die Sanftheit irischen Whiskeys ist die Dreifachdestillation, was dem Destillat etwas an Schärfe nimmt.

Natürlich gibt es auch Irish Whiskeys, die wie ihre schottischen Geschwister zweifach destilliert werden. Doch der klassische, traditionelle Whiskey aus Irland wird dreifach destilliert und ist nicht rauchig, was sein florales, mildes und zum Teil grasiges Geschmacksprofil erklärt. Dadurch sind die Whiskeys gerade auch bei Einsteigern besonders beliebt. Als Vertreter der klassischen triple distilled Single Malts kann Bushmills aus Nordirland genannt werden, in der Destillerie Kilbeggan hingegen setzt man auf zweifache Destillation.

Welche Arten von Irish Whiskey gibt es?

Wie in Schottland werden auch in Irland die drei bekannten Sorten Malt, Grain und Blended hergestellt. Die meisten irischen Whiskeys sind Blends, aber auch Single Malts werden zunehmend beliebter. Darüber hinaus gibt es noch eine ganz eigene irische Whiskey Sorte, den Single Pot Still.

Blended Irish Whiskey

Blended Irish Whiskey bezeichnet die Vermählung verschiedener Whiskey-Typen wie Grain Whiskey und Malt Whiskey oder Pot Still Whiskey. In der Regel ist ein Irish Blend besonders ausgewogen, fruchtig und mild im Geschmack, weswegen er gerne als leichter Sipping-Whiskey genossen oder zum Mixen verwendet wird. Typisch für die irischen Whisky-Blends ist auch der Einsatz verschiedener Fasstypen für die Reifung (z.B. Bourbon-, Sherry- und Portweinfässer). Man spricht daher auch vom Vatting, hergeleitet aus Englischen „vat“, also „Mischfass“.

Zu den bekanntesten Blended-Whiskey-Herstellern aus Irland gehört die Jameson Distillery in Dublin. Für ihren beliebten Black Barrell Whiskey werden vor allem irische Pot Still Whiskeys und kleinere Menge von Grain Whiskeys verwendet. Nach der Lagerung im Bourbon Cask bekommt der Whiskey ein Finish in ehemaligen Sherryfässern, was seinen fruchtig-vollen und cremig-weichen Geschmack entscheidend prägt.

Single Pot Still Irish Whiskey

Der Single Pot Still Whiskey ist eine Whiskey-Art, die es ausschließlich in Irland gibt, und der Kategorie „Not macht erfinderisch“ zuzuschreiben ist. Denn ursprünglich entstanden Single Pot Still Whiskeys – die im Gegensatz zum Single Malt aus einer Mischung aus ungemälzter und gemälzter Gerste hergestellt werden – um die im 18. Jahrhundert erhobene Steuer auf gemälzte Gerste zu umgehen. Die Whiskey-Sorte fand aber schnell viele Anhänger und gehörte bis zum Aufkommen der Blends zu den beliebtesten Irish Whiskeys. Im 19. und 20. Jahrhundert wurden diese Whiskeys seltener und die Midleton Distillery war lange Zeit die einzige, die den Whisky Stil pflegte.

Heute erlebt der früher auch Pure Pot Still Whiskey oder Irish-Style Pot Still Whiskey genannte Single Pot Still Whiskey eine Renaissance und auch kleinere Brennereien haben den Stil wieder für sich entdeckt. Die Herstellung im meist kupfernen Brennkessel, dem namensgebenden Pot Still oder oder auch Copper Pot, gibt den Whiskeys eine komplexe Tiefe und zugleich einen intensiv fruchtigen Charakter. Bekannte Vertreter von Single Pot Still Irish Whiskeys sind die Marken Redbreast oder Writers Tears, deren Whiskeys sowohl als edles Geschenk oder in der eigenen Hausbar die irische Genusskultur perfekt widerspiegeln.

Single Malt Irish Whiskey

Die Herstellung von Single Malt Irish Whiskey ähnelt stark der des schottischen Single Malt. Der Whiskey wird zu 100 % aus gemälzter Gerste hergestellt, mit Hefe vergoren und anschließend in Pot Stills gebrannt. Anders als beim Single Malt Scotch ist bei Irish Single Malt die dreifache Destillation gängig, wobei es innerhalb Irlands durchaus unterschiedliche Traditionen gibt. Ein herausragender Triple Distilled Single Malt Irish Whiskey ist Bushmills 10. In dieser Traditionslinie gilt die dreifache Destillation als perfekt für einen ausgewogenen und milden Geschmack, der durch die Holzfasslagerung veredelt werden kann.

Bei zweifacher Destillation kommt der Charakter des Rohstoffes noch stärker zum Tragen und oft ist der Geschmack kantiger. Mit Kilbeggan beruft sich – neben anderen – eine der ältesten lizensierten Brennereien Irlands auf eine traditionell doppelte Destillation von Irish Whiskey . Ein charakterstarker, aber dennoch sehr ausgewogener Double Distilled Irish Single Malt Whiskey ist beispielsweise der vielfach prämierte Tyrconnell Single Malt.

Single Grain Irish Whiskey

Grain Whiskey dient oft lediglich den Blends als Basis, da sie günstig hergestellt werden können und mit Leichtigkeit einen milden Grundcharakter im Geschmack des Blends ausprägen. Für etwas mehr Tiefe sorgen Single Malts oder Single Pot Stills mit geringem Anteil ungemälzten Getreides in der Maische. Allerdings kann Grain – womit alle ungemälzten Getreidesorten bezeichnet werden – durchaus auch die Hauptrolle in gutem Irish Whiskey spielen.

Single Grain Whiskey wird in einer einzelnen Destillerie aus Getreidesorten wie ungemälzter Gerste, Mais, Roggen oder Weizen hergestellt und kann anders als Single Malt oder Pot Still Whiskey auch auf kontinuierlichen Destillationssäulen gebrannt werden. Wie Bourbon, Rye oder Corn Whiskey in den USA erweitern verschiedene Grain Whiskeys aus Irland die geschmackliche Vielfalt mit verschiedensten Getreidemischungen. Zu den bekanntesten Vertretern der Single Grains aus Irland gehört der fruchtig-süße, vorwiegend aus Mais gebrannte Kilbeggan Single Grain.

Mythen & Fakten, Krise & Renaissance: die Geschichte des Irish Whiskey

Die Herstellung von Irish Whiskey blickt auf eine jahrhundertelange Tradition mit einer bewegten Geschichte zurück. Bis heute ist nicht eindeutig geklärt, ob der erste Whisky aus Schottland oder aus Irland stammt, was immer wieder für Auseinandersetzungen sorgt, denn beide Länder beanspruchen dieses Vorrecht für sich. Schenkt man der irischen Legende Glauben, so brachte der Missionar und Schutzpatron St. Patrick höchst selbst das Wissen über die Destillation nach Irland, woraufhin irische Mönche nach einigem Experimentieren bald ein trinkbares Destillat herstellten. Diesem gaben sie den gälischen Namen „uisge beatha“, was übersetzt „Wasser des Lebens“ bedeutet, wovon sich unser heutiges Wort Whisk(e)y ableitet.

Irland ist die Heimat der ältesten lizenzierten Whisky-Brennereien

Zwischen den Wirren irischer und schottischer Legenden über die Erfindung des Whisk(e)ys sind zumindest 2 Fakten belegt: Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung zur Destillation von Gerstenmalz stammt aus Schottland, aus dem Jahr 1494. Die erste bekannte Lizenz zum Whiskeybrennen jedoch wurde in Irland vergeben – und zwar 1608 an Sir Thomas Philipps auf dem Areal, wo sich heute die Bushmills Distillery befindet (im heutigen Nordirland).

Auch die Kilbeggan Distillery, die für sich den Titel „älteste dauerhaft lizensierte Whiskey-Brennerei Irlands“ beansprucht, hält die entsprechende Brenn-Lizenz bereits seit 1757. In Schottland hingegen sind die ältesten (lizensierten) Brennereien erst in den 1770er Jahren dokumentiert (Bowmore und Glenturret).

Krisen und Rückschläge in der irischen Whiskey-Herstellung

Die Zukunft des irischen Whiskeys stand allerdings unter keinem guten Stern. So trieb eine 1661 eingeführte Steuer auf die Spirituose fast alle damals schon betriebenen Destillerien in die Schwarzbrennerei. „Poitín“ machte die Runde, ein bis heute geläufiger Name für schwarzgebrannten Alkohol in Irland. Erst mehr als 160 Jahre später wurde dieses Gesetz wieder angepasst. Die Brenner konnten Lizenzen erwerben und der Whiskey aus Irland fand seinen Weg in die gehobene Gesellschaft Europas und Nordamerikas. In der Hochphase des Irish Whiskey zu Beginn des 19. Jahrhunderts gab es in Irland mehr als 2000 Whiskey-Destillerien. Getreideknappheit, Hungersnot und später die amerikanische Prohibition sowie die weltweite Wirtschaftskrise sorgten jedoch nach und nach dafür, dass die meisten dieser Brennereien wieder schließen mussten.

Wiedergeburt des irischen Whiskeys

1960 schlossen sich Jameson, Powers und Cork Distillers zur Irish Destillers Group (IDG) zusammen. Bushmills trat der IDG als letzter unabhängiger Brenner 1973 bei. Mitte der 1980er Jahre kam der Whisky wieder in Mode, vor allem in Europa und Nordamerika ging der Trend hin zum Premium Whisk(e)y, was schließlich auch den Herstellern in Irland neuen Aufschwung brachte. Der Trend hielt an und so gab es auch in den letzten Jahren eine ganze Reihe an Brennerei-Neugründungen auf der grünen Insel. Zu den großen Destillerien in Irland zählen heute die IDG in Midleton bei Cork, die mittlerweile Teil der französischen Pernod-Ricard-Gruppe ist, die Killbeggan Distillery, zu der auch die Cooley Distillery in Riverstown gehört, die Tullamore Dew Distillery sowie die noch relativ jungen Destillerien Teeling in Dublin und Dingle im Westen Irlands. Auch alte Marken aus der Blütezeit des Irish Whiskey werden nun reaktiviert. Die Wiederauflage von Roe & Co Whiskey – einst die größte Irish-Whiskey-Brennerei direkt im Herzen Dublins neben der Guiness Brauerei – ist ein besonders prominentes Beispiel für die Renaissance glorreicher Irish Whiskey Sorten.

Irish Whiskey kaufen – unsere Irish Whiskey Empfehlungen

Wer irischen Whiskey probieren will, hat aufgrund der vielen guten Brennereien die Qual der Wahl. Daher haben wir ein paar Empfehlungen für Sie zusammengetragen.

Traditioneller Irish Whiskey Geschmack

  • Mit mehr als 400 Jahren Erfahrung in der Herstellung von Whiskey gehört die Old Bushmills Distillery zu den ältesten Whiskeybrennereien der Welt. In Kupferbrennblasen dreifach destilliert, reihen sich die Whiskeys in die irische Tradition mit sanftem, mildem und süßem Geschmack ein. Ein guter Einstieg in die Welt des Irish Whiskey ist der Klassiker der Marke, Bushmills 1608 Original Irish Whiskey. Eine rare Spezialität für anspruchsvolle Genießer ist Bushmills 21 YO Madeira Finish.
  • Ebenso zeitlos und neben dem puren Genuss ideal für leckere Longdrink- und Cocktailkreationen sind die Whiskeys der 1780 gegründeten Marke Jameson. Er ist der meistverkaufte Irish Whiskey weltweit und hat eine Vielzahl unterschiedlicher Abfüllungen. Insgesamt zeichnet sich Jameson Whiskey durch seinen milden Charakter und seine fruchtigen Noten aus.

Außergewöhnliche Gaumenfreuden aus Irland

  • Mit einem harmonisch-komplexen Geschmack und einem guten Preisleistungsverhältnis punkten auch Kilbeggan Whiskeys, die entgegen der bekannteren irischen Tradition nicht dreifach, sondern zweifach destilliert werden.
  • Ein innovativer Whiskey – und bisher Einzelgänger unter den irischen Whiskeys – ist Connemara Peated. Der Name verrät es bereits, hier kommen Liebhaber rauchiger Whiskeys voll auf ihren Geschmack. Probieren Sie zum Beispiel den Brennereicharakter der Marke mit Connemara Single Malt Original, der neben angenehmer Süße mit komplexem Torfrauch überrascht und so einen Hauch von Islay versprüht.
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