Cognac

Cognac

Cognac und andere Weinbrände

Der begehrteste und bekannteste Weinbrand kommt aus Frankreich und heißt Cognac, wie die Region, in der er hergestellt wird. Wir bieten hier ein großes Sortiment verschiedener Cognac-Sorten und anderer Weinbrände und Brandys. Aber ist Weinbrand und Cognac das gleiche? Und was macht Cognac so besonders? Mehr dazu...weiterlesen

1. Was ist Cognac?  2. Cognac-Sorten  3. Weinbrand und Brandy  4. Wie trinkt man Cognac/Weinbrand?  5. Unsere Cognac-Empfehlungen

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Inhaltsverzeichnis:

 

Was ist Cognac? Definition der französischen Einzigartigkeit

Cognac ist die Bezeichnung für Destillate, die aus Weinen der Stadt Cognac in Frankreich gebrannt werden und in Holzfässern gelagert werden. Cognac gilt weltweit als besondere Spezialität und ist der bekannteste Weinbrand überhaupt. Die Weinreben der die Stadt Cognac umgebenden Region Charente gelten als besonders edel und geeignet für Weinbrände. Auch die Fassreifung haben die Experten der verschiedenen Cognac-Hersteller in jahrhundertealter Tradition perfektioniert.

Auch andere Weinbrände und Brandys können eine ähnlich hohe Qualität haben. Doch nirgendwo sonst wird die Weinbrand-Kultur so lange und beständig gepflegt wie in und um Cognac. Deshalb gilt Cognac nicht nur als regionale Herkunftsbezeichnung für einen besonderen Weinbrand, sondern als eigene Spirituosenkategorie mit besonderen Qualitätsmerkmalen. Spätestens nach dem ersten Weltkrieg beanspruchten die Franzosen die Bezeichnung Cognac exklusiv für ihren einzigartigen Weinbrand – heute ist dies in der EU-Spirituosenverordnung festgelegt.

Alle Cognacs haben folgende Gemeinsamkeiten:

      • Cognac wird ausschließlich in der Stadt Cognac und den umliegenden Regionen Charente und Charente-Maritime hergestellt.

      • Cognac wird ausschließlich aus Weißwein gebrannt, der wiederum auch aus Trauben der Anbaugebiete der genannten Regionen vinifiziert wurde.

      • Cognac ist meist aus Weißweinen der Rebsorte Trebbiano (Ugni Blanc), seltener Folle Blanche oder Colombard, noch seltener aus Rebsorten wie Jurançon Blanc, Sémillon, Meslier-Saint-François, Montils, Select oder Folignan.

      • Cognac wird bis Ende März aus dem Wein des Winters doppelt destilliert auf höchstens 72 % Vol. – in traditionellen Brennblasen, die maximal 30 Liter fassen dürfen.

      • Cognac reift in Eichenholzfässern, die meistens aus dem französischen Limousin oder Tronçais stammen. 

Cognac Sorten

Verschiedene Cognac-Sorten werden innerhalb der Region nach verschiedenen Anbaugebieten und nach Alter, das heißt der Dauer der Fasslagerung, unterschieden. Die Bezeichnungen auf den Etiketten sind reguliert und gelten auch als Qualitätseinstufungen.

Cognac-Sorten nach Anbaugebiet

Sechs verschiedene Anbaugebiete innerhalb der Cognac-Regionen Cognacais, Charente und Charente-Maritime werden von einander abgegrenzt und nach Qualitätsstufen unterschieden. Cognac aus besten Lagen kommt aus der Cru Grande Champagne oder der Petite Champagne. „Fine Champagne“ ist eine Bezeichnung für Cognac-Sorten, die ausschließlich aus Wein dieser beiden Crus stammen mit mindestens 50%igem Anteil von der Grande Champagne.

      • Grande Champagne gilt als die beste Lage und als Zentrum der Cognac-Regionen und befindet sich südlich der Stadt Cognac um Segonzac.

      • Petite Champagne ist ein Ring um die Grande Champagne herum, der aber vor allem den Südwesten um Barbezieux, Archaic und Jonzac umfasst.

      • Borderies bezeichnet den engeren Umkreis um die Stadt Cognac im Norden und ist die drittbeste Lage.

      • Fins Bois ist ein weiterer Ring um die zentraleren Lagen und erstreckt sich vor allem im Westen und im Norden um die Städte Angouleme und Rouillac. Ein kleiner Abschnitt um Mirambeau an der Mündung der Gironde in den Atlantik gehört auch dazu.

      • Bons Bois ist ein nochmal breiterer Ring um Fins Bois, der sich im Süden weit in Richtung Bordeaux und im Osten in Richtung Limousin erstreckt.

      • Bois Ordinaires & Bois communs sind Randlagen vorwiegend im Nordwesten an der Atlantikküste um die Städte La Rochelle, Rochefort und Marennes, anliegende Inseln sowie kleinere Anbaugebiete im Süden der Cognac-Region.

Eine gewisse Verwechslungsgefahr besteht anhand der Namensgebungen mit der Champagne-Region im Nordosten Frankreichs und den ähnlich bezeichneten Weinbaugebieten und Qualitätsstufen („Grand Cru“ und „Premier Cru“) des berühmten und gleichnamigen „Champagner“-Schaumweins. 

Cognac-Sorten nach Alter (Reifezeit)

Cognac ist die fassgelagerte Spirituose überhaupt. Einzig bei Single Malt Scotch Whisky reicht der Kult und die Wissenschaft um die perfekte Holzfassreife mittlerweile womöglich an den Aufwand heran, den die französischen Weinbrenner seit Jahrhunderten betreiben, um durch das Holz den Geschmack der Spirituose zu perfektionieren.

So ist es auch nicht verwunderlich, dass bei Cognac die Altersstufen klar definiert und gesetzlich geregelt sind. Wer einen Cognac kaufen möchte, muss sich nicht lange fragen, wie lange dieser gereift ist und ob die Angaben auf den Etiketten Sinn ergeben.

Übersicht der Altersangaben bei Cognac:

      • V.S. Cognac oder *** (3 Sterne), V.O. Cognac oder Sélection: Cognac ab zwei Jahren Fassreife – das jüngste enthaltene Destillat reift mindestens zwei Jahre lang in Holzfässern, gemessen ab dem 1. April des Jahres, das auf die Ernte folgt. Da insgesamt 30 Monate in Eichenholzfässern als Mindestalter für Cognac vorgeschrieben sind, ist VS Cognac die jüngste Cognac-Altersstufe.
        → V.S. steht für „Very Special“ (engl.: sehr besonders), V.O. für „Very Old“ (engl.: sehr alt), Sélection ist französisch und bedeutet Auswahl.

      • V.S.O.P. Cognac oder Vieux, V.O. oder Réserve: Cognac ab mindestens vier Jahren Fassreifung aller Bestandteile
        → V.S.O.P. ist eine Abkürzung für „Very Superior Old Pale“ (sehr, Vieux ist französisch für alt, V.O. könnte schlicht „Very Old“ bedeuten und Réserve heißt Lager auf französisch

      • V.V.S.O.P. Cognac, Cuvée Supérieure oder Grande Sélection oder ***** (5 Sterne): Cognac, bei dem die jüngsten enthaltenen Bestandteile mindestens fünf Jahre im Fass verbracht haben.
        → Cuvée ist eine Bezeichnung für Verschnitte verschiedener Weine/Rebsorten oder verschiedener Destillate (in Frankreich eigentlich auch „Assemblage“ genannt, Supérieure bedeutet höherwertig; Grande kann neben „groß“ auch mit „besonders“ übersetzt werden, Grande Sélection ist demnach eine „besondere Auswahl“.

      • XO Cognac oder Extra, Hors d‘âge, Royal, Très Vieux, Vieille Réserve oder Napoléon: Cognac, in dem das jüngste enthaltene Destillat mindestens sechs Jahre alt ist. Ab dem 1. April 2018 wurde das Mindestalter eines XO allerdings von sechs auf zehn Jahre angehoben.
        Die meisten XO Cognacs enthalten ohnehin zu großen Teilen weit länger gelagerte Destillate; die renommierten Häuser können auf zahlreiche, teils Jahrzehnte lang lagernde Fässer zurückgreifen. Das Fasslager ist das Herzstück eines jeden Cognac-Hauses und wird auch Paradies genannt.
        → Die inoffizielle Cognac-Bezeichnung Napoléon bezieht sich auf den französischen Eroberer und Kaiser, der in sein Exil auf der Insel St. Helena einige Kisten Cognac (Marke Courvoisier) mitgenommen haben soll. Das Alter von Napoleon Cognac ist meist rund 20 Jahre. Hors d’Age heißt übersetzt so etwas wie „jenseits des Alters“ und meint Cognacs, die so lange gereift sind, dass sie den Rahmen der Altersangaben sprengen. Ab einem Durchschnittsalter von etwa 30 Jahren wird dieser Zusatz zur XO-Altersangabe verwendet.

Anhand der Farbe der in Flaschen abgefüllten Blends oder Cuvées kann man nur teilweise erahnen, wie lange der Cognac gereift ist: Je dunkler, desto älter. Allerdings kommt es auch auf die Art des Holzes und die Vorbehandlung des Fasses an, wie stark sich der Cognac färbt. Zur einheitlichen Farbgebung ist es erlaubt, mit Zuckerkulör nachzufärben, was bei hochwertigem Cognac allerdings die Ausnahme ist. Im Geschmack macht sich lange Reifung im Cognac-Lager durch eine höhere Komplexität und Ausgewogenheit der Aromen und Nuancen sowie einem insgesamt größeren Facettenreichtum aus.

Wie ein besonders alter Cognac schmeckt, hängt aber nicht von der reinen Reifungszeit ab, sondern von der Qualität der Trauben, des Weines und der Destillate, der Güte, Art und Vorbehandlung der Holzfässer, und vor allem letztendlich vom kundigen Blending der Destillate aus verschiedensten Fässern, bei dem der Cognac eigentlich durch die Vermählung erst entsteht und vom Master Blender erschaffen wird. Guter Cognac ist also nicht nur eine Frage des Alters, sondern immer noch auch eine Frage des – immer auch subjektiven – Geschmacks. 

Weinbrand, Brandy, Cognac und Armangnac – was sind die Unterschiede?

Cognac ist ein Weinbrand, aber ein besonderer Weinbrand. Jeder Cognac ist ein Weinbrand, aber bei Weitem nicht jeder Weinbrand ist ein Cognac. In vielen Sprachen hat sich „Kognak“ als Bezeichnung für alle Weinbrände oder sogar allgemein für Schnaps etabliert. Dies zeigt die Besonderheit und Bekanntheit von Cognac, ärgert aber die Hersteller des Originals. Bezeichnungen wie spanischer Cognac oder armenischer Cognac sind nämlich nicht nur irreführend wegen der Herkunft.

Cognac ist nicht nur exklusiv aus der Region in Frankreich und damit nur französischer Cognac echter Cognac, sondern es gibt auch weitere Besonderheiten, die gesetzlich geregelt sind. Bereits im Versailler Vertrag 1920 wurde im so genannten Champagnerparagraph festgelegt, dass Weinbrände und Branntweine anderer Herkunft im Handel nicht als Konjak oder Cognac bezeichnet werden dürfen. Spätestens seit 2008 ist durch die EU die Bezeichnung Cognac innerhalb der EU geschützt. 

Was ist Weinbrand und Brandy? Die Besonderheiten von Cognac

      • Weinbrand und Brandy sind Bezeichnungen für Destillate aus Traubenwein, die mindestens 6 Monate Reifung in Holzfässern erfahren haben – oder 12 Monate bei großen Fässern ab 1000 Liter Fassungsvermögen. Cognac hingegen muss mindestens zwei Jahre (bzw. 30 Monate) im Fass verbringen, wobei es auch ebenso alte Weinbrände anderer Herkunft gibt.

      • Auch im Alkoholgehalt der Flaschenabfüllung gibt es einen Unterschied zwischen Weinbrand und Cognac in den Bestimmungen der EU. Weinbrand muss nur 36 % Vol. Alkohol enthalten, deutscher Weinbrand 38 % Vol. und Cognac darf erst bei einem Alkoholgehalt von mindestens 40 % Vol. als solcher deklariert werden.

      • Der vielleicht wichtigste Unterschied zwischen Cognac und anderen Weinbränden ist – neben der regionalen Herkunft – eine Bestimmung, die durchaus auch eine höhere Qualität mit sich bringen kann. So darf bei Cognac der Feinbrand maximal auf 72 % Vol. destilliert werden. Weinbrand oder Brandy darf hingegen nach handelsrechtlicher Definition zur Hälfte auch aus hochdestilliertem Weindestillat mit bis zu 94,8 % Vol. bestehen.
        Je höher der Alkoholgehalt eines Destillats, desto neutraler der Geschmack und desto weniger wichtig ist Qualität und Herkunft des Rohstoffs. Kein Wunder, dass die Franzosen, die so stolz auf ihr Cognac-Terroir sind, die dort wachsenden Weine nicht bis zur Geschmacksneutralität brennen. Allerdings ist dennoch Cognac nicht der einzige Weinbrand, bei dem hochwertige Weintrauben gekeltert und dann destilliert werden. 

Was ist Armangnac?

Ganz in der Nähe von Cognac, etwas weiter südlich, ist in Frankreich die Region Gascogne, die einst als Grafschaft Armagnac bekannt war und bis heute dafür bekannt ist, dass hier der älteste Weinbrand Frankreichs und damit der stärkste französische Cognac-Konkurrent herkommt. Armagnac ist ebenfalls ein fassgelagerter Brand aus Weißwein, meist sogar von Trauben der gleichen oder ähnlicher Rebsorten wie bei Cognac. Auch die Altersangaben der Fassreifung sind bei Armagnac die gleichen wie bei Cognac.

Drei bedeutende Unterschiede zwischen Cognac und Armagnac gibt es jedoch, abgesehen von den nicht allzu weit entfernten, aber dennoch unterschiedlichen Regionen der Anbau- und Herstellungsgebiete:

      • Armagnac wird nur ein Mal destilliert. Die „Méthode Armagnac“ kombiniert Rohbrand und Feinbrand in einem Vorgang in einer Rektifikationskolonne. Dadurch ist der Brand grundsätzlich roher, aber auch authentischer und vielfältiger im Geschmack. Die Unterschiede der verschiedenen Armagnac-Sorten sind deutlicher zu schmecken und bieten einen guten Einstieg in die Aromenpalette von Weinbränden.

      • Armagnac wird in Säulen-Alambics gebrannt (ähnlich wie amerikanischer Bourbon Whiskey), während bei Cognac ausschließlich Kupfer-Alambics verwendet werden (vergleichbar zu den Stills bei Scotch Whisky)

      • Armagnac wird immer in neuen Fässern aus der typischen Gascogner „Schwarzen Eiche“ gereift, für die das Holz der Steineiche vor der Verarbeitung bereits sechs Jahre lagert. Dadurch bekommt Armagnac auch bei kürzerer Lagerung schon die typische Bernsteinfarbe und seinen geschmacklichen Charakter. Bei Cognac werden im Gegensatz dazu die Fässer immer wieder verwendet, bis sie uralt sind und oft nur noch wenig Geschmack abgeben. 

Internationale Weinbrand-Sorten

Auch außerhalb Frankreichs ist Cognac und Weinbrand sehr beliebt. In vielen anderen Ländern hießen Weinbrände früher auch Cognac oder Konjak, erst durch Regulierungen konnten sich die französischen Cognac-Hersteller den Namen exklusiv sichern. Allerdings ist bis heute im allgemeinen Sprachgebrauch noch oft von Cognacs aus anderen Ländern die Rede, vor allem spanischer Cognac (Brandy) ist beliebt und, vielleicht etwas überraschend: armenischer Cognac. Da Armenien kein Mitgliedsstaat der EU ist, ist armenischer Weinbrand durchaus auch ganz offiziell als armenischer Cognac („Armianskij Konjak“) erhältlich – allerdings nur außerhalb der EU. In Russland ist auch georgischer Cognac geläufig, der dort auch so heißen darf, solange die Bezeichnung auf den Etiketten in kyrillischer Schrift erfolgt.

International hat sich aus dem amerikanisch-englischen Sprachgebrauch die Bezeichnung aller Destillate aus Wein – Eau de vie du vin, Cognac, Armagnac, (deutscher) Weinbrand etc. – als Brandy durchgesetzt. Allerdings ist Brandy als Überbegriff auch für einige Fruchtliköre (etwa Cherry Brandy oder Apricot Brandy) gebräuchlich. 

Deutscher Weinbrand

In Deutschland ist Weinbrand vor allem durch Marken wie Asbach Uralt und dem französisch klingenden Chantré bekannt. Eine Sonderregel bestimmt, dass „Deutscher Weinbrand“ einen Mindestalkoholgehalt von 38% Vol. haben muss. Chantré erfüllt dieses Kriterium ebenso wenig wie Wilthener Goldkrone, wobei die Deklaration als „Deutscher Weinbrand“ ohnehin nur wenig Beachtung findet. Hugo Asbach, der in Frankreich die Cognac-Herstellung gelernt hatte, erfand einst die Bezeichnung Weinbrand und führte sie anfangs nur als Nebenbezeichnung für seinen deutschen Cognac ein, da Cognac bekannter war. Rüdesheimer Cognac sollte sich international als Qualitätssiegel neben den französischen Vorbildern etablieren, ebenso wie die deutschsprachigen Altersangaben „alt“ und „uralt“.
Nach dem ersten Weltkrieg wurde Cognac jedoch als regionale Bezeichnung exklusiv für französischen Cognac der bestimmten Regionen festgelegt, sodass „Weinbrand“ in Deutschland zur gesetzlich festgelegten Bezeichnung wurde – für Branntwein, der „nach Art des Konjaks hergestellt ist“. 

Spanischer Brandy

In Spanien wird seit Jahrhunderten Wein destilliert; das Produkt heißt hier allerdings nicht spanischer Cognac, sondern seit jeher Brandy. Fast alle spanischen Brandys kommen aus einem kleinen Anbaugebiet um die Stadt Jerez de la Frontera an der Atlantikküste (Provinz: Càdiz, Region: Andalusien). Die Herkunftsbezeichnung Brandy de Jerez wird streng kontrolliert und ist die einzige von der EU anerkannte regionale Herkunftsbezeichnung für Brandy überhaupt.

Brandy in Spanien ist – anders als Congnac und Armagnac in Frankreich – nicht in der Wein-Sorte beschränkt und zahlreiche typische spanische Weine verschiedenster Trauben und Rebsorten werden zu Brandy verarbeitet. Auch im Brennverfahren und in der Lagerung weist spanischer Brandy klare Unterschiede zu Cognac auf:

      • Spanischer Brandy wird in mehrstufigen Brennverfahren hergestellt und letztlich aus zwei verschiedenen Destillaten zusammengesetzt: den Holandos mit einem Alkoholgehalt zwischen 60 und 65 % Vol. und den hochprozentigen, aber immer noch geschmackvollen Destilados (84–86 % Vol.).

      • Die Reifung von spanischem Brandy erfolgt im Soleraverfahren, wobei häufig auch ehemalige Sherry-Fässer verwendet werden. Brandy Solera bedeutet, dass die Destillate mindestens sechs Monate reifen durften, in der Regel rund 18 Monate. Bei Brandy Solera Reserva dauert die Reifung mindestens ein Jahr; meist durchläuft ein Solera Reserva die „Fasspyramide“ des Solera-Systems für rund drei und bis zu fünf Jahre lang.

      • Brandy Solera Gran Reserva ist schließlich die höchste Qualitätsstufe für Brandy in Spanien. 36 Monate (drei Jahre) ist hier die Mindestdauer der Solera-Lagerung. Reifezeiten von acht bis 15 Jahren sind jedoch durchaus üblich und die Skala scheint nach oben hin offen.

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Italienischer Brandy

Auch Italien hat eine lange Weinbrand-Tradition und auch hier ist der Name Brandy schon lange üblich. Anders als spanischer, ist italienischer Brandy dem Cognac oft sehr ähnlich: In Bologna brennt man den bekannten Vecchia Romana Brandy aus Weißwein, der aus der Trebbiano-Traube gekeltert wurde – Trebbiano ist schlicht der italienische Name der Cognac-Rebsorte Ugni Blanc. Auch die Lagerung erfolgt wie bei Cognac meist in Fässern aus französischem Limousin-Eichenholz.

Allerdings ist die Vielfalt italienischer Weinbrände tendenziell ebenso groß wie die Vielfalt der Grappas in Italien. Die mit der Winzerei traditionell eng verbundenen Grappa-Brennereien haben in der Regel neben ihren verschiedenen Grappas aus den Trestern der Trauben mittlerweile auch verschiedenste Traubenbrände (aus ganzen Trauben oder Traubenmost) sowie diverse Weinbrände/Brandys aus den gekelterten Weinen im Repertoire. Die Vielfalt der verschiedenen Rebsorten und Fasstypen bei der Lagerung ist hierbei nahezu unbegrenzt und wird auch in Sachen Brandy (in Italien teils auch als Aquavite di vino bezeichnet) dank der Experimentierfreude der italienischen Brennmeister stetig größer.

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Wie trinkt man Cognac?

Gibt es für das Cognac-Trinken Regeln – vielleicht sogar mehr und strengere als bei anderen Spirituosen? Was muss man beachten, wenn man diesen exklusiven Weinbrand richtig trinken möchte? Darf man Cognac mischen oder sollte man Cognac pur trinken?

Cognac gilt als besonders hochwertiges und edles Getränk und entsprechend hoch sind die Ansprüche für einen außergewöhnlichen Hochgenuss. Da Cognac auch eine sehr lange Tradition und in der gehobenen Genusskultur nicht nur in Frankreich einen gewissen Stellenwert hat, gibt es sicherlich etablierte Gepflogenheiten für Cognac-Genuss, die man in besserer Gesellschaft kennen und beachten möchte.

Andererseits sind viele dieser Trinkrituale tradiert und das möglichst distinguierte Cognac-Trinken ist möglicherweise gar keine besonders genussvolle Art, Cognac zu verköstigen. Wenn Stilfragen überhand nehmen und Geschmack sich nur noch nach Regeln richtet, ist der eigentliche Trinkgenuss getrübt. Wir empfehlen daher grundsätzlich, sich zu entspannen, erst einmal einen Cognac einzuschenken und selbst herauszufinden, wie Cognac am besten schmeckt. 

Das richtige Cognac-Glas: nicht nur eine Frage des Sti(e)ls

Bei der Frage, aus welchem Glas man Cognac trinkt, ist die häufigste Antwort wahrscheinlich der klassische Gognac-Schwenker: ein sehr bauchiges Glas, das aufgrund der Form auch Ballon-Glas genannt wird. Nach oben hin wird das Glas schmaler zur Trinköffnung. Unter der handgroßen Wölbung des Kelchs ist ein kleiner Stiel mit stabilem Fuß. Diese Form ist dazu geeignet, den Cognac pur und ungekühlt zu trinken, wie der Name schon sagt zu schwenken und mit der Hand sogar leicht anzuwärmen.

Klassischerweise füllt man den Cognac-Schwenker nicht bis oben hin, sondern schenkt nur einige Zentiliter ein, sodass nicht mehr als der bauchige Boden des Glases bedeckt ist. Der Cognac-Schwenker ist ein ungewöhnliches Glas: das einzige Glas mit Stiel, das nicht ausschließlich am oberen Ende des Stiels mit den Fingerspitzen gehalten wird. Vielmehr dient die Schwenker-Form dazu, den Bauch des Glases mit der Handfläche zu umfassen und den Stiel zwischen Mittel- und Ringfinger einzuklemmen. Durch lockere Kreisbewegungen des Handgelenks wird der Cognac geschwenkt, während die Hand ihn etwas anwärmt.

Alles an dieser Form und der Praxis des Schwenkens läuft darauf hinaus, dass sehr viel Aromatik freigesetzt wird. Man sollte also nur wenig schwenken und das Glas danach erst mal wieder abstellen und Ruhe einkehren lassen. Auch wenn er sich zur Trinköffnung verjüngt, sind Größe und Form des Schwenkers nicht für ein direktes Nosing geeignet. Wer die Nase in den Schwenker hält, wird vorrangig alkoholische Dämpfe und nur wenige Facetten des filigranen Aromas wahrnehmen. Vielmehr verbreitet sich der angenehme Cognac-Duft schon nach dem ersten Schwenken nach und nach im gesamten Raum und man kann mit gewissem Abstand den Cognac riechen. 

Cognac-Glas für Nosing und Tasting: kleinere Kelche besser geeignet

Getrunken wird entsprechend auch erst nach einer Ruhepause, in der der Cognac atmet und der durch Anwärmen und Schwenken freigesetzte Duft verfliegt. Kleine bis mittelgroße, aber bedächtige Schlücke können für einige Sekunden im Mund behalten und gewogen werden. Für den umfänglichsten Geschmack empfiehlt es sich, vor dem Herunterschlucken mit der Nase ein- und nach dem Schluck mit dem Mund auszuatmen.

Wie bereits angedeutet, ist der Schwenker für ein Nosing nicht die beste Wahl. Wie bei anderen hochwertigen Spirituosen wie Whisky oder Grappa auch, möchte man für eine fachkundige Beurteilung, aber auch für den ausgiebigen Genuss eines Cognacs zunächst den Duft in all seinen Facetten auskosten und damit ein umfangreiches Geschmackserlebnis zelebrieren. Hierfür ist es wichtig, dass die Freisetzung der Aromen nach dem Einschenken ins Glas kontrolliert und gebündelt wird. Besser als der ausladende Schwenker eignen sich dazu die filigraneren Schnapskelche oder spezielle Cognac-Gläser, die zwar auch unten bauchig und oben verjüngt, aber insgesamt deutlich schmaler sind. Die Oberfläche des Getränks im Glas ist dadurch geringer, die entweichenden Düfte werden zunächst gebündelt in einer Verjüngung über dem Bauch, die deutlicher abgegrenzt ist als beim Schwenker. Die Trinköffnung ist häufig wiederum leicht nach außen gewölbt.

Diese Form ist bei den meisten Spirituosen am besten dafür geeignet, den flüchtigen Alkoholdampf so zu kanalisieren, dass die filigranen Duftstoffe darin am besten den Weg in die Nase finden. Da ein sehr großer Teil der Geschmackssensorik des Menschen über die Nase funktioniert und vergleichsweise nur wenig über Gaumen und Zunge wahrgenommen wird, bietet das Nosing-Glas auch bei Cognac vielleicht das umfassendste Genusserlebnis. 

Cognac mischen: der französische Edelweinbrand in Cocktails

Cognac gilt als Edelspirituose, die normalerweise pur getrunken und tendenziell eher selten zum Mixen verwendet wird. Aufgrund der langen Historie des Getränks ist das etwas verwunderlich, aber auch leicht zu erklären: Der größte Dämpfer in der Geschichte der Cognac-Kultur fand in den 1880er Jahren statt – und damit ausgerechnet in der Zeit, in der die moderne Barkultur entstand, die Mixologie erfunden und all die bis heute ikonischen Cocktail-Klassiker erstmals kreiert wurden.

Die aus Nordamerika nach Europa eingeschleppte Reblaus machte dem Weinanbau so sehr zu schaffen, dass deutlich weniger Cognac produziert und exportiert werden konnte. So wurden andere Spirituosen populärer – in Nordamerika etwa aus dort angebautem Getreide erzeugte Whiskey-Sorten oder Rum aus Mittelamerika, generell auch der günstigere Gin, der ebenfalls meist auf Getreide- und Kornschnaps beruhte. Cognac entwickelte sich zur eleganten Luxusspirituose kontinentaler Kaminrunden und wurde nur noch selten für Cocktails verwendet.

Nichtsdestotrotz gilt bei vielen klassischen Cocktail-Rezepten eine Variante mit Cognac entweder als besonders exklusive oder sogar als die ursprüngliche Version, bei der der Cognac oder Weinbrand/Brandy nur aufgrund seiner Knappheit ersetzt wurde. Ein besonders prominentes Beispiel für einen traditionsreichen Cognac-Cocktail ist Sazerac – eine der frühesten Weiterentwicklungen des später Old Fashioned genannten Ursprungs-Cocktails. Mittlerweile werden nicht nur diese traditionellen Rezepturen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts wiederentdeckt, sondern in den Bars auch für elegante Neukreationen wieder viel mit Cognac und anderen hochwertigen Weinbränden und Brandys experimentiert. 

The Sazerac: Cocktail-Rezept mit Cognac und Absinthe Wash

  • 6 cl Cognac
  • 1 cl Absinthe
  • 3 dashes Bitters
  • Zuckerwürfel
  • Crushed Ice und Eiswürfel
  • Zitronenschale

Zur Zubereitung werden klassischerweise zwei Old Fashioned Gläser verwendet. Das Trinkglas wird zunächst mit Absinth und Crushed Ice befüllt und beiseite gestellt. Die anderen Zutaten verrührt man im anderen Glas miteinander auf Eiswürfeln. Vor dem Servieren wird das Trinkglas ausgeleert, sodass es vom Absinth lediglich noch das Aroma enthält („Absinthe Wash“). Den Inhalt des Rührglases dann ohne Eis in das vorgekühlte und mit Absinth benetzte Trinkglas abseihen und mit Zitronenschale garnieren. 

Welchen Cognac kaufen? – Unsere Cognac-Empfehlungen:

      • Einen Cognac, der für jeden Anlass eine gute Wahl ist, findet man in Louis Bouron Le Préstige, der zu einem günstigen Preis alles bietet, was man an Cognac liebt: einen ausgewogenen Geschmack, aromatische Tiefe durch die Fasslagerung, die Expertise und Tradition einer renommierten Brennerei – und all das in einer schönen präsentablen Flasche. Auch die anderen Cognacs von Louis Bouron sind allesamt empfehlenswert!

      • Ebenso ein Maison du Cognac, dem man eigentlich blind vertrauen und bei dem man jeden Cognac kaufen kann, ohne eine Enttäuschung zu riskieren, ist Paul Giraud. Hier wird der Cognac ausschließlich aus Wein der besten Lagen der Grande Champagne gebrannt. Hervorzuheben sind hierbei vor allem die Cognacs mit langer Reifezeit: Paul Giraud Vielle Reserve ist ein sehr guter XO Cognac und in seiner Qualitätsklasse preislich ebenso herausragend wie der mit 15 Jahren insgesamt etwas jüngere, aber auch tief-fruchtig und komplex schmeckende Paul Giraud Napoléon Cognac.

      • Edlen Cognac in eleganten Dekanter-Flaschen, die sich hervorragend als hochwertige Geschenke eignen, bietet unter anderem Daniel Bouju. Als günstiger Cognac für Einsteiger empfiehlt sich hier der fruchtig-leichte Daniel Bouju Cognac Fines Saveurs mit seinem feinen Orangenduft.
        In besonders schönen Dekantern ist neben dem XO Cognac des Hauses auch Daniel Bouju VSOP (in Holzkiste) erhältlich. Auch hier stimmt das Preis-Leistungsverhältnis: ein sehr guter Cognac in einer noch günstigen Preisklasse!

      • Eine weitere besonders schöne Cognac-Flasche ist die, in der der erlesene Rémy Martin XO Cognac Fine Champagne abgefüllt wird. Der zugrunde liegende Wein stammt zu 85 % aus der Grande Champagne, zu 15 % aus der Petit Champagne – bis zu 40 Jahre gereifte Destillate aus rund 350 verschiedenen Fässern aus dem Remy Martin Lager werden für diesen Spitzencognac vermählt.

      • Ganz besonderer Cognac zum Verschenken findet sich immer wieder auch im Angebot von Albert de Montaubert. Aus der seit dem 14. Jahrhundert aktiven und damit ältesten Cognac-Brennerei überhaupt gibt es ausschließlich mehr als 15 Jahre gelagerte XO Cognacs für besondere Anlässe – darunter herausragende Cognac-Raritäten und einzigartige Jahrgangs-Abfüllungen, die als Geschenk zu runden Geburtstagen oder unter Umständen auch als Geldanlage geeignet sind.

      • Wer einen absolut klassischen und garantiert hochwertig gelagerten Cognac sucht, wird bei Ferrand fündig. Das Maison Ferrand gilt als absoluter Spezialist in Sachen Fasslagerung und ist über die Cognac-Welt hinaus bekannt – unter anderem durch die in ihren Ex-Cognac-Fässern gelagerten Rums der Marke Plantation.

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Die Welt der Cognacs und anderer Weinbrände und Brandys ist vielfältig und gespickt mit herausragenden Genüssen, die zu entdecken überaus lohnenswert sein kann. Gönnen Sie sich einen günstigen Cognac oder Brandy für den Alltag und exklusiven Cognac für besondere Anlässe. Unser Weinbrand- und Cognac-Angebot umfasst verschiedene Flaschen in jeder Preis- und Qualitätsklasse, wobei wir insgesamt höchste Qualität gewährleisten und günstig anbieten können – durch enge Kontakte zu den Herstellern und die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit traditionsreichen Brennereien, die oft seit Generationen im Familienbetrieb Cognac oder Brandy herstellen.

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