Die Williams-Christ-Birne stellt sich vor: eine fruchtige Basis für hochwertigen Schnaps

Die Williams-Christ-Birne wird auch als Sommerbirne bezeichnet. Ihre fachsprachliche Bezeichnung lautet 'Pyrus communis'. Der Baum der Williams-Christ-Birne ist von mittelstarker Statur und reich verzweigt. Die Birnen haben eine typische Glockenform und im reifen Zustand eine goldgelbe Farbe, die sich zur Sonnenseite hin auch leicht rötlich färben kann. Das Fruchtfleisch der Williams-Christ-Birne ist weiß-gelblich und saftig süß. Es besitzt einen kräftigen Geschmack und ein charakteristisches Aroma, das auch in Williams-Schnaps besonders gut ausgeprägt ist.



Die Erntezeit der Williams-Christ-Birne liegt zwischen Mitte August und Anfang September (die Blütezeit ist im April). Typischerweise wird diese Birne frisch verzehrt oder aber in Konserven abgepackt. Die Herstellung von Schnaps verkörpert eine wichtige Abnahmequelle für diese Birnen. Birnen gehören zur Pflanzengattung der Kernobstgewächse (Pyrinae), die wiederum zur Familie der Rosengewächse gehören (Rosacea).


Herkunft und Geschichtliches

Wie der Name es schon anklingen lässt, stammt die Williams-Christ-Birne aus England (Berkshire), wo sie bereits seit dem Jahr 1770 bekannt ist. Den Namen Williams hat sie dem Besitzer einer Baumschule zu verdanken. 1816 wurde die Frucht von der Londoner Gartenbaugesellschaft zum ersten Mal als 'Bon Chretien Williams' beschrieben. Auch heute findet sich diese Bezeichnung etwa noch im Fachhandel und auf so mancher Schnapsflasche. Zwar wurde diese Birnensorte in England 'entdeckt', ihren Siegeszug sollte sie aber in Belgien feiern: Der belgische Obstbaumkundler van Mons erkannte die Vorzüge dieser Birnensorte und trug so aktiv dazu bei, dass sie sich in ganz Europa und auch in Amerika verbreiten konnte, womit die heutigen Anbaugebiete im Wesentlichen umfasst sind. 1920 wurde die Williams-Christ-Birne in Deutschland zur 'Reichobstsorte' gekürt.


Pflege, Haltbarkeit und Ertrag der Williams-Christ-Birne

Im Vergleich zu anderen Früchten tritt der Ertrag schon recht früh ein, wobei er regelmäßig und konstant hoch ausfällt, sofern keine extremen klimatischen Bedingungen vorherrschen. In speziellen Lagern kann die Birne über mehrere Wochen gelagert werden, was den Transport wesentlich erleichtert. Insgesamt ist der Birnenbaum sehr anpassungsfähig und so in der Lage, sich langfristig auf jeden Standort einzustellen. Williams-Birnenbäume mögen es warm, durchlässig und reich an Nährstoffen. Der Baum selber weist nur eine schwach ausgeprägte Schorfanfälligkeit auf. Ein natürlicher Feind der Birnen sind Obstmaden, die sich aber mit einfachen Mitteln wie Fanggürteln am Stamm effektiv bekämpfen lassen.


Nutzung der Williams-Christ-Birne

Diese Birnensorte eignet sich durch ihr weiches und sehr aromatisches Fruchtfleisch bestens für den Verzehr. So verwundert es nicht, dass die Williams-Christ-Birne zur Erntezeit auf Märkten und in Supermärkten viele Abnehmer findet, und dies weltweit. In Konserven kann man sie das ganze Jahr über kaufen. Einer der wichtigsten Abnahmezweige ist zweifelsohne die Alkoholindustrie, die aus vollreifen Früchten erlesene und aromatische Schnäpse brennt.

In einigen Flaschen befindet sich sogar eine echte Williams-Christ-Birne, um neben einer fruchtigen Optik vor allen Dingen den Geschmack zu vervollkommnen. Durch den ständigen Kontakt mit der Frucht können sich die typischen Aromen und Geschmacksnuancen noch weiter verfeinern. Durch einen typischen Alkoholgehalt von 40 % bleibt die Frucht in der Schnapsflasche problemlos haltbar.

Die Williams Christ Birnen sind reif!

Eine kleine Einführung in die Welt von Birnenschnaps

Neben Marillenschnaps und Himbeergeist zählt der Birnenschnaps zu einer der beliebtesten Spirituosensorten. Auf der Welt finden sich mittlerweile über 2000 Birnensorten, wobei die hier vorgestellte Williams-Christ-Birne in puncto Qualität und Geschmack eine ganz besondere Rolle einnimmt. Nicht umsonst ist diese Birnensorte weltweit die mit am meisten gebrannte, um hochprozentige Erzeugnisse zu erstellen. Das sanfte und aromaintensive Fruchtfleisch bildet die geschmackliche Grundlage des späteren Schnaps. Daher müssen die Birnen zu einem idealen Zeitpunkt geerntet werden, wobei sie noch eine gewisse Zeit nachreifen können, bevor sie zu Maische weiterverarbeitet werden. Mit Blick auf die anzustrebende Qualitätssicherung sollten braune Stellen (also überreife Früchte generell) vermieden werden. Das Brennen von Williams-Birnenschnaps ist eine buchstäblich ausgereifte Kunst: So muss es gelingen, die geschmackliche Dominanz dieser Frucht einzufangen, ohne dass die weichen und facettenreichen Aromen verloren gehen. Williams-Christ-Birnen weisen einen recht geringen Säuregehalt auf. Mit Blick auf den Gärungsprozess ist es daher wichtig, dass die Früchte sauber verarbeitet werden.


Besonderheiten beim Brennvorgang der Williams-Christ-Birne

Beim Brennvorgang kann häufig beobachtet werden, dass das gewonnene Destillat über den Mittellauf noch bis in den Nachlauf hinein verwendet wird. Damit letztlich ein weiches und filigran anmutendes Birnenaroma entsteht, muss der erfahrene Schnapsbrenner sich auf das frühzeitige Trennen von Mittel- und Nachlauf konzentrieren. Hier zeigt sich, dass das Brennen der Williams-Christ-Birne eine komplexe Handwerkskunst ist, die neben modernster Technik vor allem auch fundierte Erfahrungswerte des Brennmeisters erfordert. Neben reinem Birnenschnaps aus der hier vorgestellten Sorte gibt es auch Erzeugnisse mit einem Fruchtauszug. Dabei werden wie bereits angedeutet ganze Früchte in das fertige Destillat gelegt, um die Aromen zu intensivieren.

Solche Schnäpse erfreuen sich einer großen Beliebtheit, da sie im Abgang sehr mild sind und angenehm süßlich schmecken. Hierbei handelt es sich nicht um einen reinen Edelbrand, sodass die Bezeichnung 'Spirituose' als Zusatz auftauchen sollte. Eine weitere Besonderheit in Bezug auf die hier vorgestellte Williams-Christ-Birne sind Flaschen, in denen eine Birne quasi hineinwächst. So entsteht neben einem sehr intensiven Geschmack auch eine edle Optik, die einen solchen Schnaps als wahrlich geschmackvolles Geschenk erscheinen lässt. Abgesehen von reinem Birnenschnaps werden Birnen traditionellerweise auch zu Obstler eingemaischt, wobei hier auch weiteres Obst noch verarbeitet werden kann (die Reihenfolge auf dem Etikett verrät die Verhältnismäßigkeit der Anteile).

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In diesen ausgewählten Qualitätsspirituosen steckt hochprozentiger Birnengeschmack

  • Mit dem feinen Birnerla hat die Feinbrennerei Prinz einen beliebten Klassiker kreiert. Es handelt sich um eine geschmacksintensive Birnenspirituose, die unter Zugabe von echtem Destillat aus der Williams-Christ-Birne in einem aufwändigen Prozess entsteht. Schon beim ersten Nippen am Glas überzeugen die intensiven Fruchtaromen, die sich weich und sanft am Gaumen entfalten. Durch die fruchtige Süße und einen Alkoholgehalt von 34 % ist Prinz Birnerla erstaunlich mild, sodass er auch von 'Nicht-Schnapstrinkern' gerne genossen wird. Wer es fruchtig und mild, aber schnapsig mag, findet bei Prinz eine ganze Reihe fruchtiger 34-Prozenter.
  • Die Sorte Prinz Alter Williams bezeichnet einen Williamsschnaps mit Fruchtauszügen, der über mehrere Monate im Holzfass gelagert wird. Je nach verwendetem Holz erlangt diese Kreation einen typischen Fasscharakter, wobei die fruchteigenen Aromen nicht überlagert werden. Prinz Williamsschnaps überzeugt durch seinen ausgewogen milden Geschmack bei einem Alkoholgehalt von 40 %. Idealerweise wird er nicht zu kalt, sondern bei einer Trinktemperatur zwischen 13 und 18 Grad genossen.
  • Ziegler Williamsbrand überzeugt Kenner, Genießer und Probierer mit seinem fruchtig-frischen Duft, unter den sich auch leicht blumige Noten mischen. Der elegante und weiche Geschmack nach vollreifen Williams-Christ-Birnen ist unverkennbar. Ziegler Williamsbrand stammt übrigens aus einem Traditionshaus, das schon über 130 Jahre erfolgreich am Markt etabliert ist.

Übrigens ist ein Obstbrand aus der Williams-Birne nicht nur pur ein erstklassiger Genuss, auch Süßspeisen lassen sich damit aufwerten. Und auch für moderne Cocktailkreationen bietet sich ein Schnaps aus Williams-Christ-Birnen an.


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