Mojito Cocktail mit Limetten und Minze

Mojito gehört hierzulande zu den beliebtesten Cocktails. Kein Wunder, denn die Kombination aus Minze und Limette verleiht dem Drink aus Kuba eine herrliche Frische. In diesem Artikel geben wir Ihnen neben dem Original Mojito Rezept viele Ideen für kreative Mojito Varianten.

Wie James Bond mit Mojito verführte: „You should try it“

Mojito gehört zu den populärsten Drinks und darf seit Jahrzehnten die Bars rund um den Globus seine Heimat nennen. Für Rum, Limette und Minze lässt sogar James Bond seinen Lieblingsdrink Martini links liegen: „Mojito? You should try it!“ – Mit diesen Worten vermochte es der 007-Agent in „Stirb an einem anderen Tag“ das künftige Bondgirl Jinx Johnson (Halle Berry) zu verführen. Probieren sollten auch Sie den Mojito definitiv! Der beliebte Longdrink aus Kuba mit frischer Minze sorgt für Sommergefühle und zaubert karibisches Flair ins Glas.

 

Der Mojito Cocktail zwischen Höhenflug und Verunstaltung

Auf jeder Cocktailkarte ist er gelistet, bei kleinen und großen Feierlichkeiten wird Mojito in Massen ausgeschenkt. Unter der großen Beliebtheit und weiten Verbreitung litten in den letzten Jahren häufig die Qualität des Drinks und sein Image. Da er relativ schnell und leicht nachzumachen ist, wird der Mojito gerade auch bei Großveranstaltungen nicht selten verunstaltet.

Damit Ihnen das nicht passiert, stellen wir Ihnen in diesem Artikel nicht nur das klassische Mojito Rezept vor, sondern geben Ihnen auch nützliche Tipps mit an die Hand, damit der Drink perfekt gelingt und Sie und Ihre Gäste das frische Zusammenspiel von Minze, Limette und Rum mit allen Sinnen genießen können. Außerdem erfahren Sie interessante Fakten und Legenden rund um den Mojito und erhalten kreativen Input für spannende Mojito Rezept-Varianten. Lassen Sie die Karibik ins Haus!

 

Das Original Mojito Rezept – ein Hauch von Karibik für zu Hause

Die nächste Verwandte des Mojito ist die brasilianische Caipirinha, der aber anstelle von Rum mit Cachaça und ohne Minze zubereitet wird. Um einen leckeren Mojito Cocktail ins Glas zu zaubern, benötigen Sie keinen Shaker, sondern können den Drink direkt im Longdrinkglas zubereiten.

Mojito Zutaten:

  • 45 ml weißer Rum
  • 20 ml frischer Limettensaft
  • 2 TL weißer Rohrzucker (alternativ: Zuckersirup)
  • 6 frische Minzzweige
  • Soda
  • Crushed Ice
  • Für die Garnitur: Minzzweige und eine Limettenscheibe

Klassischer Mojito – Zubereitung:

  1. Minzzweige mit Zucker und Limettensaft mischen und mit einem Stößel leicht andrücken
  2. das Longdrinkglas mit Eis auffüllen
  3. den Rum hinzugeben
  4. nach Belieben mit Sodawasser auffüllen
  5. vorsichtig umrühren
  6. mit einer Limettenscheibe und weiteren Minzzweigen oder -blättern garnieren
  7. Karibik-Feeling genießen

Darauf sollten Sie bei der Mojito-Zubereitung achten

Die Zubereitung des Drinks klingt einfach. Doch es gibt ein paar Dinge zu beachten, denn Mojito ist nicht gleich Mojito. Wir haben einen Blick in die Trickkiste geworfen und die wichtigsten Tipps für einen perfekten Mojito für Sie gesammelt:

 

Spritziger vs. intensiv aromatischer Mojito

Bei der Zubereitung des Cocktails stellt sich die Frage, wie viel Soda man am besten verwenden sollte. Denn das sprudelige Wasser hat erheblichen Einfluss auf den Charakter des Mojito. Rum und Soda im Verhältnis 2:1 ergibt einen ausgewogenen Drink. Mehr Soda sorgt dafür, dass der Mojito spritziger wird. Wer das mag, sollte Wasser mit viel Kohlensäure wählen. Weniger Soda hebt hingegen die aromatischen Nuancen der Minze deutlicher hervor.

 

Mojito ohne Soda

Sie können das Mineralwasser auch ganz weglassen, etwas mehr Limettensaft verwenden und den Drink mit 2 Tropfen Angostura Bitter aufpeppen. Besonders edel wird der Mojito mit etwa 25 ml Prosecco anstelle von Soda. Der Drink nennt sich dann wohlverdient „Mojito Royale.“ Wer sich nach einem Sommer auf der Alm sehnt, greift anstelle von Mineralwasser zum Almdudler.

Wie so oft gibt es hier kein richtig oder falsch, diese Entscheidung ist Geschmackssache.

 

Welche Minze eignet sich für Mojito?

Geschmacklich hat im Mojito ganz klar die Minze das Sagen. Sie sollte daher sorgfältig ausgewählt werden. Was die Wenigsten wissen: Die Gattung der Minze (Mentha) umfasst etwa 30 Arten und ist somit äußerst vielseitig. Nicht jede Minzart ist für einen Mojito geeignet. Das Profil des Cocktails lebt von der Frische der Minze, allerdings unterscheiden sich die Minzarten unter anderem in ihrer aromatischen Intensität und Frische.

Apfelminze oder Wasserminze sind wenig aromatisch und damit nicht die ideale Wahl für einen Mojito. Hirschminze hingegen geht sparsam mit Frische um und fällt damit ebenfalls raus. Eine Sorte, die mit beidem dienen kann, und damit die ideale Minze für Mojito ist Mentha nemorosa. Den komplizierten lateinischen Namen brauchen Sie sich aber nicht zu merken, denn die Sorte ist umgangssprachlich bekannt als „Mojito-Minze“ – da steckt der Cocktail bereits im Namen.

Ernest Hemingway hat seine Liebe zum Mojito auf Kuba für sich entdeckt, wo der Cocktail mit eben jener Minzsorte hergestellt wird. Das brachte ihr einen weiteren Spitznamen ein: „Hemingway-Minze“.

 

Neben der Mojito-Minze (mentha nemorosa) eignen sich auch folgende Minze-Sorten für einen Mojito:

  • Pfefferminze (Mentha piperita)
  • Grüne Minze / Spearmint (Mentha spicata)
  • Nana Minze / Marokkanische Minze (Mentha spicata var. Crispa)

 

Minze für Mojito muddlen: So bewahrt sie ihr frisches Aroma

Beim Zerdrücken der Minze im Glas ist Vorsicht gefragt. Die Blätter sollten auf keinen Fall reißen, weil sie dadurch intensiv herbe Aromen abgeben, was den Mojito Cocktail zu bitter werden lässt. Probieren Sie es selbst aus: Drücken Sie einmal ein Minzblatt sanft gegen Ihren Gaumen, so nehmen Sie die angenehm aromatische Frische wahr, zerkauen Sie das Blatt hingegen, werden Bitterstoffe freigesetzt. Das sollte im Mojito vermieden werden.

Es reicht vollkommen aus, wenn Sie mit dem Stößel ein paar Mal vorsichtig auf die Blätter drücken, um die gewünschten ätherischen Minze-Aromen in den Mojito Cocktail zu bringen. Manche Bartender klatschen die Minzeblätter auch einmal zwischen den flachen Händen an, anstatt mit dem Stößel zu starke Risse zu riskieren.

 

Welcher Rum eignet sich für den Mojito Cocktail?

Seine Wurzeln hat der Rum-Minze-Cocktail im karibischen Inselstaat Kuba, weswegen häufig auf kubanischen Rum zurückgegriffen wird. Grundsätzlich eignen sich aber fast alle Blanco Rums aus der Karibik, Süd- und Zentralamerika für den Mojito. Achten Sie darauf, dass der Rum einen sanften Charakter hat, um die Aromen der Minze nicht zu überlagern. Dennoch sollte aber natürlich auch der Rum im Cocktail eigene Geschmacksnuancen einfließen lassen.

 


Unsere Rum-Empfehlungen für einen Mojito:


Auf Spurensuche: die Ursprünge des Mojito Cocktails

Um die Ursprünge und die Namensherkunft des beliebten Mojito Cocktails ranken sich zahlreiche Mythen und Legenden. Fest steht lediglich: El Mojito es cubano – seine Wurzeln liegen in Kuba. Ab hier wird es nebulös.

 

Was heißt Mojito – „kleiner Zauber“ oder Nassmacher?

Manche Stimmen sagen, der Name des Drinks leite sich von dem westafrikanischen Wort „mojo“ ab, mit dem ein mit magischen Gewürzen und Zaubergegenständen gefüllter Stoffbeutel bezeichnet wird. Demnach wäre Mojito die Verkleinerungsform, frei übersetzt also „kleiner Zauber“. Außerdem gibt es eine Mojo-Gewürzmischung, von welcher der Name abgeleitet werden könnte. Diese wird allerdings mit Pomeranzen und nicht mit Limetten hergestellt. Andere sind sich sicher, dass der Name vom spanischen Wort „mojar“ (anfeuchten, nass machen) bzw. „mojado“ (nass) abgeleitet sei.

 

Von Seefahrern und Literaten: die Geschichte des Mojito

Bereits im 16. Jahrhundert soll der Seefahrer und Freibeuter Sir Francis Drake, der von den Spaniern „el Draque“ genannt wurde, in der Karibik einen Trunk aus Zucker, Limetten, Minze und dem Zuckerrohrbrand Aguardiente de Caña gegen starke Magenschmerzen zu sich genommen haben. Dieser Drink wurde als „El Draque“ in der ganzen Karibik bekannt. So schrieb der kubanische Autor Ramón de Palma in seinem 1838 erschienen „El Cólera de Habana“: Jeden Tag um elf Uhr nehme ich einen Draquecito ein, was mir sehr gut tut.

Die Taufe des Drinks auf den Namen Mojito erfolgte aber erst Anfang des 20. Jahrhunderts. Auch hier spalten sich die Meinungen. Laut dem kubanischen Historiker Miguel Bonera wurde der Mojito erstmals im Jahr 1910 in der Bar La Concha in Havanna ausgeschenkt. Andere Theorien wiederum besagen, der Cocktail sei erst im Jahr 1942 von Ángel Martínez in seiner Bar La Bodeguita del Medio kreiert worden. Sicher jedenfalls ist, dass der Schriftsteller Ernest Hemingway in dieser Bar oft zu Gast und ein bekennender Mojito-Liebhaber war. Die Vorliebe von Ernest Hemingway teilt der Mojito Cocktail übrigens mit einem weiteren Rum-Drink: Eine Daiquiri-Variante ist sogar nach Hemingway benannt.


8 Mojito Varianten – frischer Wind mit leckeren Früchten

Mojito ist kein saisonal gebundener Longdrink, er schmeckt das ganze Jahr. Im Herbst und Winter stillt er unsere Sehnsucht nach wärmeren Gefilden, im Frühling und Sommer ist er der perfekte Begleiter für Gartenpartys, Grillabende und geselliges Beisammensein. Doch nicht nur das, der Drink lädt auch ein zum kreativen Mischen.

Das Original Rezept lässt sich prima abändern, wodurch Sie Ihre Sinne mit spannenden Geschmacks-Twists verwöhnen können. Gerade in der warmen Jahreszeit, wenn die Supermarkt-Regale gefüllt sind mit reifen Früchten, sollten Sie sich diese fruchtigen Mojito-Verführungen auf keinen Fall entgehen lassen. Das Verhältnis von Rum, Limettensaft, Zucker und Soda bleibt in allen Rezeptvorschlägen gleich.

Himbeer Mojito Himbeer Mojito

Himbeer Mojito: Für einen köstlichen Himbeer Mojito geben Sie 4-5 Himbeeren zusammen mit Minze, Zucker und Limettensaft ins Glas und zerdrücken Sie alles mit dem Stößel. Als Garnitur empfehlen sich natürlich ebenfalls ein paar Himbeeren. Mit Bacardi Razz wird diese Mojito-Variante besonders himbeerig.

Erdbeer Mojito: 2 bis 3 Erdbeeren für den Drink sowie eine weitere für die Garnitur sorgen für eine herrlich fruchtige Süße. Wer möchte, kann zusätzlich 25 ml Holundersirup dazugeben und erhält einen leckeren Erdbeer-Holunder Mojito.

Ananas Mojito: Auch hier mangelt es nicht an tropischem Urlaubsflair. Um die volle Pineapple-Power zu genießen, können Sie etwas weniger Limettensaft und Soda verwenden und dafür mit einer ordentlichen Portion frischem Ananassaft aufgießen. Kleine Ananasstücke als Garnitur sind nicht nur schön fürs Auge, sondern schmecken auch fein.

Mango Mojito: Dieser Drink verspricht mit 25-30 ml Mangomark und frischen Mangoscheiben als Garnitur einen exotischen Geschmack.

Orange & Basil Mojito: Die Zutaten bleiben dem Original Rezept treu. Lediglich bei der Garnitur setzen Sie anstelle der Minze auf frische Basilikum-Blätter, die Limette wird durch eine Orangenscheibe ersetzt. Wer einen intensiveren Orangen- und Basilikum-Geschmack wünscht, kann natürlich auch ein paar Basilikum-Blätter zusammen mit der Minze zerdrücken und etwas frischen Orangensaft hinzufügen.

Cranberry Mojito: Bei dieser Mojito Variante dürfen Sie ebenfalls etwas geiziger mit Limettensaft und Sodawasser sein und mit 50 ml Cranberrysaft für ein Geschmackswunder sorgen.

Maracuja Mojito: Zerdrücken Sie das Fruchtfleisch einer halben Maracuja zusammen mit Minze, Zucker und Limettensaft und fügen Sie dem Drink zusätzlich zu Rum und Soda circa 50 ml Maracuja-Nektar hinzu.

Wassermelonen Mojito: Für diese sommerliche Variante schneiden Sie eine Scheibe Wassermelone in Würfel, entfernen Sie die Kerne und zerstoßen Sie die Stücke zusammen mit den anderen Ingredienzen im Glas. Garnieren Sie den Drink mit einem Stück Wassermelone.

2 Moijto-Rezept-Varianten für Experimentierfreudige

Der Temperamentvolle: Mojito mit Ingwer und Litschi

Hierfür benötigen Sie zusätzlich zu den Zutaten aus dem Original Rezept 30 ml frisches Litschi-Püree, 15 ml Litschi-Likör und 15 ml Ingwersirup. Kandierte Ingwerstücke als Garnitur sorgen für eine spannende Würze im Geschmack. Um die würzigen Noten noch deutlicher zu betonen, können Sie anstelle des weißen Rums auf einen Spiced (Würzige Spirituose auf Rum-Basis) zurückgreifen.

Es grünt so grün: Avocado Mojito

60 ml Avocadopüree und 20 ml Agavendicksaft verleihen dem klassischen Mojito nicht nur eine exotische Farbe, sondern auch einen außergewöhnlichen Geschmack. Sie können Avocados nicht widerstehen? Dann ist diese Mojito Variante genau das Richtige für Sie.