Aperol Spritz & 7 leckere Spritz-Varianten ohne Aperol

Bei feierlichen Anlässen, auf Empfängen, in Bars, Cafés oder im Biergarten: Die Gläser schimmern in kräftigem Orange. Aperol Spritz erlebt seit über zehn Jahren einen Höhenflug und steht für „la dolce vita“ – mediterranes Lebensgefühl und nicht enden wollende Sommernächte. Der ursprünglich Veneziano genannte Aperitif ist vor allem durch die Marke Aperol bekannt geworden, funktioniert aber auch in vielen anderen Varianten.

Neben dem klassischen Aperol Spritz Rezept stellen wir sieben weitere „spritzige“ Cocktails vor, die garantiert für Urlaubsfeeling sorgen. Hier geht’s direkt zu den Veneziano/Spritz Rezept-Varianten.

 

Woher kommt der Spritz?

Spritz gilt als Spiegelbild italienischen Lifestyles, und das kommt nicht von ungefähr. Denn dort, wo das Genießen eines guten Aperitifs zum kulturellen Selbstverständnis gehört, liegen auch seine Wurzeln: in der Region Venetien. Deswegen heißen Aperol Spritz und vergleichbare Drinks ursprünglich auch Veneziano. Die genaue Geburtsstunde das heute als Aperol Spritz allgegenwärtigen Trend-Cocktails hingegen liegt im Dunkeln.

Die Hauptzutat Aperol Aperitivo wurde der Öffentlichkeit zum ersten Mal 1919 im Rahmen einer Messe in Padua vorgestellt. Bis der grell-orangene Aperol mit Wein und Mineralwasser zum „Sprizz“ wurde, dauerte es angeblich noch bis in die 1950er Jahre. Der so erfolgreiche Signature Drink Aperol Spritz war aber lediglich eine Neuinterpretation der Marke, denn „gespritzt“ wurde in Norditalien schon viele Jahrzehnte lang der „Veneziano“ mit verschiedensten Likören, bevor Aperol die Aperitivo-Herzen eroberte.

 

Sprizz – langjährige Tradition aus Norditalien

Man hört immer wieder, dass österreichische Truppen in Venetien für die Erfindung des Spritz verantwortlich waren. Demnach wollten sie den stark alkoholischen Weißwein aus Venetien mit Wasser strecken, um ihn dann mit einem Bitter wieder zu „entwässern“. In anderen Quellen wiederum rückt die Gegend um das Städtchen Bassano del Grappa in den Mittelpunkt, wo Kräuter-Bitter und Liköre schon lange zuvor mit perlendem Sodawasser gemischt worden seien. Wie so oft handelt es sich bei der Erfindung des Spritz um eine einfache und geniale Idee, die am Ende alle als erste gehabt haben wollen. Wann genau der Spritz tatsächlich erfunden wurde, gehört also wohl zu den unlösbaren Geheimnissen der norditalienischen Geschichte.

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Spritz, Sprizz, Spriss oder Veneziano – was ist der Unterschied?

Spirituose, Weißwein oder Prosecco, Mineralwasser – die Zutaten für einen Spritz sind denkbar einfach. Und dennoch sorgt der Aperitif immer wieder für Verwirrung, und zwar bezüglich seines Namens und seiner Schreibweise: Heißt es nun Spritz, Sprizz, Spriss oder Veneziano? Und gibt es Unterschiede zwischen traditionellem Veneziano und Aperol Spritz?

In gewisser Weise ist alles richtig und alle Varianten und Namen zielen auf dasselbe Grundrezept ab, das wohl schon immer nach Lust und Laune variiert und angepasst wurde ohne dass man verschiedenen Schreibweisen und Namen auch verschiedene Rezepte eindeutig zuordnen kann. Der Name „Spritz“ kommt von österreichischen und Südtiroler Bezeichnungen für eine Schorle – nämlich „Gespritzter“ oder „Spritzer“. Sprizz und Spriss sind lediglich Variationen der Schreibweise.

Vor allem in seiner Heimat Venetien und in Trentino-Südtirol sind die Namen Aperitivo Veneziano oder Spritz Veneziano gebräuchlich, was letztlich nur heißt, dass es sich um einen venezianischen Aperitif beziehungsweise eine venezianische (Wein-)Schorle handelt. Aber spätestens seit Aperol den Sprizz als Trendgetränk vermarktet, ist der Veneziano international – und auch der Variantenreichtum hat nochmal zugenommen.

 

Spritz Rezept: mit Weißwein oder Prosecco?

Auch hier scheiden sich die Geister. Ein traditioneller Veneziano besteht zu 40 % aus heimischem Weißwein, zu 30 % aus Sodawasser und einer „correzione“ (Beigabe) Bitter. Dafür wird meist Aperol, Campari oder auch Cynar verwendet. Mancherorts verwendet man ebenso traditionell 70 % Prosecco oder Sekt anstelle von Weißwein und Soda. Es gibt kein Richtig oder Falsch, allerdings deutet die Historie und die Bezeichnung als „Spritz“ darauf hin, dass die Variante als Weinschorle die ursprünglichere ist.

Ob der Drink mit Prosecco oder Weißwein zubereitet wird, unterscheidet sich also von Region zu Region und ist geschmacksabhängig. Ebenso im Übrigen die Garnitur: Während der Spritz hierzulande meist mit einer Orangenscheibe serviert wird, ist in einigen Gebieten Italiens stattdessen eine grüne Olive beliebt. So einfach die Grundzutaten auch sein mögen, der Spritz lässt unzählige Variationen zu, und ist vielleicht gerade deshalb längst auch unabhängig von Aperol ein zeitloser Klassiker, der immer geht.

 

Aperol Spritz Rezept – der moderne Klassiker mit trendiger Alarmfarbe

Aperol Spritz ist in den meisten Ländern Europas die bekannteste Veneziano-Variante. Den bittersüßen Aperitiflikör macht ein Geheimrezept mit Bitterorangen, Chinarinde, Rhabarber, gelbem Enzian und ausgewählten Kräutern einzigartig. Dass Aperol Spitz das sommerliche Trendgetränk schlechthin war, ist zwar schon ein paar Jahre her, aber in den Straßencafés ist seine charakteristische Farbe nach wie vor präsent: Orange!

Aperol Spritz

Zutaten für Aperol Spritz:

  • 4 cl Aperol
  • 6 cl Weißwein
  • 2 cl Sodawasser
  • Eiswürfel
  • Orangenscheibe oder grüne Olive

Zubereitung Aperol Spritz:

  1. Eiswürfel in ein Weinglas geben, mit Weißwein aufgießen.
  2. Anschließend Aperol und Soda hinzugeben.
  3. Dann nur noch wahlweise mit Orangenscheibe oder Olive garnieren – fertig!

Natürlich können Sie den Weißwein auch durch Prosecco ersetzen und in diesem Fall das Sodawasser entweder ganz weglassen oder lediglich einen kleinen Spritzer hinzufügen.

 

7 prickelnde Veneziano-Spritz-Varianten ohne Aperol

Sie haben sich so langsam „satt getrunken“ am Aperol Spritz, wollen aber auch diesen Sommer nicht auf bittersüßen Aperitif-Genuss verzichten? Das Schöne an der Spritz-Welt ist, dass sie so viele Möglichkeiten und Variationen zulässt! Auch mit Aperol-Alternativen aus Norditalien oder völlig anderen Likör-Spezialitäten lässt sich ohne großen Aufwand ein Hauch von Bella Italia ins Glas zaubern! Beeindrucken Sie Ihre Freunde mit diesen sieben Spritz-Varianten ohne Aperol.

 

1. Rosato Spritz

Ramazzotti Aperitivo Rosato ist der junge fröhliche Aperitif aus dem Hause des italienischen Herstellers, der bis dato vor allem für seinen klassischen Amaro Kräuterlikör bekannt war. Der rosafarbene Aperitivo Rosato wird veredelt mit Hibiskus- und Orangenblüten und hat sich schnell als beliebter Drink etabliert, den man variantenreich mixen kann. Insbesondere als Rosato Spritz sorgt Ramazzotti Aperitivo für ein herrlich frisches Geschmackserlebnis.

Rosato Spritz

Zutaten für einen Rosato Spritz:

  • 5 cl Ramazotti Rosato
  • 10 cl Prosecco
  • Eiswürfel
  • frischer Basilikum oder Rosmarin

Rosato Spritz Zubereitung:

  1. Prosecco in ein mit Eiswürfeln gefülltes Weinglas geben.
  2. Ramazzotti Rosato vorsichtig darüber gießen.
  3. Nach Belieben mit Basilikum-Blättern oder einem Rosmarinzweig garnieren.

 

2. Lillet Spritz

Lillet – der Weinaperitif aus Frankreich ist seit ein paar Jahren in aller Munde und eroberte die Herzen von Likörfreunden im Sturm. Mit seinem feinen herb-fruchtigen Geschmack eignet er sich hervorragend für einen sommerlichen Spritz à la française.

Lillet Spritz

Zutaten für einen Lillet Spritz:

  • 5 cl Lillet Blanc
  • 1 cl Holundersirup
  • Sodawasser
  • Eiswürfel
  • Gurkenscheibe

Zubereitung Lillet Spritz:

Lillet Blanc und Holundersirup in ein mit Eiswürfeln gefülltes Weinglas geben und nach Belieben mit Sodawasser auffüllen. Als Garnitur eignet sich eine Scheibe Gurke.

 

3. Martini Spritz

Trendsetter überraschen ihre Gäste in diesem Jahr mit Martini Spritz. Die Harmonie aus herben Noten und süßer Fruchtigkeit des Martini Extra Dry Vermouth versprüht als „Gespritzter“ mit Prosecco ein herrlich mediterranes Flair und passt als Aperitif zu jeder geselligen Runde, egal ob es sich dabei um ein spontanes After-Work-Treffen, eine gemütliche Grillparty oder ein elegantes Dinner handelt.

Martini Spritz

Zutaten für einen Martini Spritz:

Zubereitung Martini Spritz:

  1. Die Eiswürfel in ein großes Weinglas geben und mit gekühltem Prosecco auffüllen.
  2. Anschließend den Martini dazugeben und mit einer grünen Olive am Spieß garnieren.

Alternativ können Sie den Martini Spritz auch mit Minze und Limette servieren, das sorgt für einen zusätzlichen Frische-Kick.

 

4. Limoncello Spritz

Wie ein lauer Sommerabend am Gardasee: Limoncello Spritz schmeckt wunderbar zitronig und frisch und ist im Handumdrehen zubereitet. Der Drink lässt zudem eine Menge Variationsmöglichkeiten zu. Statt Prosecco schmeckt auch Weißwein, statt Minze Basilikum oder Zitronenmelisse. Wer es geschmacklich gern etwas intensiver mag, lässt einfach Mineralwasser und Tonic Water weg.

Limoncello Spritz

Zutaten für einen Limoncello Spritz:

  • 4 cl Limoncello
  • 10 cl Prosecco
  • Tonic Water
  • Mineralwasser
  • Eiswürfel
  • Frische Minze, Zitronenmelisse oder Basilikum

Zubereitung Limoncello Spritz:

  1. Prosecco in ein mit Eiswürfeln gefülltes Glas geben.
  2. Limoncello und etwas Tonic Water dazu.
  3. Nach Belieben mit Mineralwasser auffüllen.
  4. Als Garnitur eignet sich frische Minze, Zitronenmelisse oder Basilikum.

 

5. Mirtillo Spritz

Nun wird es beerig: Mirtillo heißt übersetzt Heidelbeere. Der kräuterig-beerenfruchtige Heidelbeer-Likör hat in Norditalien und Österreich eine lange Tradition und wird je nach Hersteller gerne auch mit Limette, Ingwer und Wacholder verfeinert. Im Geschmack ist er schön fruchtig und schreit gerade danach, als Spritz genossen zu werden.

Mirtillo Spritz

Zutaten für einen Mirtillo Spritz:

  • 4 cl Mirtillo
  • 10 cl Prosecco
  • Eiswürfel
  • Zitronenscheibe

Zubereitung Mirtillo Spritz:

Prosecco und Mirtillo in ein Glas mit Eiswürfeln geben und mit einer Zitronenscheibe garnieren. Anstelle von Prosecco können Sie auch Tonic Water verwenden, das schmeckt ebenfalls hervorragend.

 

6. Poli Airone Spritz

Der Sommer lebt von knalligen Farben. In Italien ist der leicht bittere, intensiv rote Poli Airone Rosso – ein Aperitiflikör auf Grappabasis – längst Kult und auch als Spritz beliebt. Tatsächlich trägt der in Bassano del Grappa hergestellte Airone sogar den Untertitel Aperitivo Veneto und ist damit prädestiniert für einen Spritz Drink nach alter Veneziano Tradition.

Poli Airone Spritz

Zutaten für einen Poli Airone Spritz:

Zubereitung Airone Spritz:

Prosecco und Tonic Water in ein mit Eiswürfeln gefülltes Glas geben, den Likör darüber gießen und mit Zitronenmelisse garnieren.

 

7. Nardini Spritz

Nardini kommt ebenfalls aus Bassano del Grappa, ist die älteste Grappa-Brennerei überhaupt und seit Jahrhunderten in Venetien verwurzelt. Vermutlich wurde auch der klassische Aperitivo Nardini Rosso schon sehr lange mit Sodawasser gemischt, bevor es Aperol Spritz gab. Doch Il Rosso ist nicht der einzige Nardini Likör, der sich für feine Veneziano-Varianten eignet.

Der fruchtig-bittere Aperitiflikör Nardini Il Mezzoemezzo (auf Deutsch: Halbe-halbe) entstand aus einer Mischung aus Nardini Rosso und Rabarbero Nardini, einem Likör aus chinesischem Rhabarber. Die feine Note von Zitrusfrüchten kommt im Spritz mit Sodawasser besonders gut zur Geltung. Er ist deutlich dunkler in der Farbe und weist eine intensivere natürliche Bittersüße auf als der Aperol Spritz.

Nardini Spritz

Zutaten für einen Nardini Spritz:

 

Zubereitung Nardini Spritz:

Sodawasser und Nardini Likör in ein Glas mit Eiswürfeln geben und mit einer Zitronenscheibe garnieren.

 

Mit diesen spritzig prickelnden Rezepten kann der Sommer kommen! Aber auch wenn das Thermometer unter 25 Grad liegt und an Grillabende nicht zu denken ist, können Sie sich damit einen Hauch von Italien in die eigenen vier Wände holen – und das ist mit Sicherheit zu keiner Jahreszeit verkehrt.

 

 

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