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Deutscher Whisky

Deutscher Whisky

Der beste Whisky aus Deutschland: Slyrs, Rothaus & Co.

Nicht nur aus Schottland und Irland, sondern auch aus Deutschland kommt mittlerweile richtig guter Whisky. Single Malt aus Deutschland gewinnt seit einigen Jahren sowohl nationale als auch internationale Auszeichnungen und Brennereien wie Slyrs in Bayern, Rothaus im Schwarzwald, Steinhauser am Bodensee und Ziegler in Unterfranken zeigen auf beeindruckende Art und Weise, dass Deutschland nicht nur Gin, sondern auch Whisky kann. Lesen Sie mehr über Whisky aus Deutschland...

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Deutscher Whisky: Die Bayern haben angefangen

Die noch recht junge Geschichte der neuen deutschen Single Malt Whiskys beginnt 1999 ausgerechnet im Freistaat des Bieres. Dort, am oberbayrischen Schliersee, füllte Florian Stetter, seines Zeichens Bierbrauer, seinen ersten Slyrs Bavarian Single Malt Whisky in sechs Fässer. Mehr gab es nicht und 2002, als man den ersten Whisky abfüllte, war dann auch gleich alles ausverkauft. Heute lagert in der mehrfach vergrößerten Brennerei Whisky in ca. 2.000 Fässern aus amerikanischer Weißeiche, in alten Sherry-, Port- und Rumfässern. Was 1999 als Experiment begann, hat sich als großer Erfolg herausgestellt – die Nachfrage ist hoch, Tendenz weiter steigend.

 

Es dominiert der Süden: Deutscher Single Malt kommt aus Bayern und Baden-Württemberg

Mit Steinhauser und Ziegler folgten in den nächsten Jahren süddeutsche Traditionsbrennereien, die man bis dahin eher für ihre Obstbrände kannte. Die Alte Bodensee-Brennerei Steinhauser aus Kressbronn wagte sich 2005 daran, ihren ersten eigenen Whisky zu destillieren, nachdem der Betrieb zuvor schon als Importeur für schottischen Single Malt Erfahrung sammeln konnte. Die Brennerei, pardon: Genussmanufaktur Ziegler an der unterfränkischen Mainschlaufe füllte ihren ersten Whisky 2008 in Fässer ab.

 

Kupferne Brennkessel für Whisky

 Klassische Pot-Still-Anordnung bei Slyrs in Oberbayern: Zwei sog. Wash Stills (li. & mi.) und eine Spirit Still (re.).

 

Bierbrauer und Whiskybrenner haben vieles gemeinsam

Nicht nur bei den Bayern entstand die Idee zum eigenen Whisky aus einer Bierlaune heraus. Die Brauerei Rothaus aus dem Schwarzwald ist im ganzen Südwesten der Republik für ihr Bier bekannt. Bier und Whisky weisen in der Herstellung große Parallelen auf, was wohl auch die Braumeister von Rothaus 2006 dazu bewogen hat, ihren ersten eigenen Single Malt auf die Beine zu stellen. Gebrannt und abgefüllt wird er im nahegelegenen Karlsruhe, die Maische wird bei Rothaus im Schwarzwald gebraut.

 

Die 3 wichtigsten Unterschiede zwischen deutschem und schottischem Whisky

Gibt es allgemeine Charakteristika, durch welche sich deutsche Single Malts von ihren schottischen Pendants unterscheiden? Auf den ersten Blick relativ wenige. Auch hierzulande wird Gerste gemälzt & gebrannt, bevor das Destillat für mehrere Jahre in Eichenfässern reift. Dennoch unterscheiden sich die meisten deutschen Whiskys in drei wichtigen Punkten von den Schotten:

 

1. Alter

Der größte und für die Qualität des Whiskys wohl auch wichtigste Unterschied liegt – noch – beim Alter. Während bei schottischem Whisky 12 Jahre Fasslagerung guter Standard sind (und in höheren Preiskategorien gerne weit überboten werden), lagert der Großteil der deutschen Single Malts „nur“ für drei Jahre im Fass. Das liegt allerdings zunächst einmal daran, dass die deutschen Brennereien erst vor vergleichsweise kurzer Zeit mit der Produktion von Whisky begonnen haben. Man kann davon ausgehen, dass die derzeit noch ausgesprochen raren 12-jährigen in absehbarer Zukunft auch hierzulande häufiger anzutreffen sein werden.      

 Bei Steinhauser in Kressbronn lagert Single Malt bei Volksmusik

Martein Steinhauser mit seinem Brigantia Single Malt Whisky. Sein 3-jähriger vom Bodensee
lagert in Eichenfässern, die mit Volksmusik beschallt werden.


2. Torf

Nicht jeder schottische Whisky ist torfig. Aber wer beispielsweise Single Malts von den Inseln schätzt, kennt den typischen medizinischen Torfgeschmack, den deutscher Whisky nicht bieten kann. Weil auf den kargen Inseln vor den windumtosten Küsten Schottlands kaum Brennholz zum Trocknen („Darren“) der Gerste vorhanden war, wurde dort von jeher Torf verfeuert. Aus der Not ist mittlerweile eine Tugend geworden, die für große Namen wie Lagavulin oder Laphroig typisch wurde, welche es aber in dieser Form in Deutschland nicht gibt.

 

3. Frucht

Kein Torf, aber dafür viel Frucht: Im Gegensatz zu Schottland weist Deutschland eine lange Tradition bäuerlicher Obstbrennereien auf. Die ersten deutschen Single Malts wurden folgerichtig in alten Obstbrennblasen destilliert und bis heute schmecken die meisten Whiskys aus Deutschland fruchtiger als ihre schottischen Kollegen. Wäre Deutschland eine schottische Whiskyregion, dann wäre es wohl Speyside - dort findet man am ehesten Noten von Frucht und Honig im Single Malt.

 

Deutschen Whisky stilvoll genießen: So trinkt man Single Malt

Natürlich gilt auch bei Whisky aus Deutschland, was für jede andere Spirituose gilt: Genießen Sie ihn so, wie Sie wollen. Whisky ist ein Genussprodukt und soll Freude machen. Darum gelten die nachfolgenden Punkte bloß als auf Erfahrung basierende allgemeine Ratschläge und keinesfalls als Regeln - wäre ja auch Unsinn, individuelle Geschmacksvorlieben reglementieren zu wollen.

 

Das richtige GlasSlyrs Degustionsglas (Whislyglas)

Deutscher Whisky orientiert sich stärker an Scotch als an Bourbon. Dementsprechend häufiger sieht man bei Degustationen in Deutschland das für Schottland typische, nach oben hin verjüngte Whiskyglas (auch Nosing- oder Degustationsglas genannt). Ob mit oder ohne Stiel ist dabei eher eine Frage ästhetischer Präferenzen und hat wenig Einfluss auf den Geschmack. Die nach oben hin verjüngte Form bewirkt, dass sich die flüchtigen Aromen des Single Malts besser sammeln können und genau in dem Bereich gebündelt werden, an dem wir mit der Nase zum Schnuppern ansetzen. Dementsprechend intensiv und unverfälscht nehmen wir die vielfältigen Geruchsnuancen des Whiskys wahr.

 

Warum kein Tumbler?

Tumbler galten lange Zeit als typisch für Whisky, was nicht zuletzt am Einfluss us-amerikanischer Fernsehserien auf unser kulturelles Gedächtnis liegt. Tumbler werden in der Regel verwendet, wenn man eine Spirituose "on the rocks", also mit Eis trinkt. Der dicke Boden des Tumblers soll das Schmelzen des Eises verzögern, wenn das Glas in der Hand gehalten wird.

 

Die richtige Temperatur

Guter Single Malt allerdings verträgt sich nur bedingt mit Eiswürfeln. Der Grund dafür liegt darin, dass wir bestimmte Aromen nur in einem recht schmalen Temperaturfenster optimal wahrnehmen können. Eisgekühlter Whisky "schmeckt" nach weniger, weil Nase und Gaumen bei niedrigen Temperaturen die feineren Nuancen des Whiskys schlicht verpassen. Es ist daher kein Zufall, dass die meisten Hersteller den Genuss ungefähr bei Zimmertemperatur empfehlen - also zwischen 16 und 19° C. In diesem Bereich entfalten sich die meisten erwünschten Aromen, während bei höheren Temperaturen der Alkohol zu stark in den Vordergrund tritt.

 

Deutscher Whisky wird immer vielseitiger

Wer deutschen Whisky probieren wollte, musste sich bis vor kurzem noch mit einer kleinen Handvoll 3-jähriger Single Malts begnügen. Heute ist das erfreulicherweise besser geworden und die Zukunft verspricht goldene Whisky-Zeiten für Deutschland. Diese vier Standards sollte man jedenfalls kennen, sie bilden die Basis der deutschen Whiskypyramide (keine bestimmte Reihenfolge):

 

1. Bavarian Single Malt Whisky von Slyrs (43 % Vol. / 0,7 Liter)

2. Brigantia Bodensee Single Malt Whisky von Steinhauser (43 % Vol. / 0,7 Liter)

3. Black Forest Single Malt Whisky von Rothaus (43 % Vol. / 0,7 Liter)

4. Aureum 1865 Single Malt Whisky von Ziegler (43 % Vol. / 0,7 Liter)

 

Bis auf den Aureum von Ziegler (5 J.) handelt es sich dabei um guten, 3-jährigen Standard. Aber da geht noch mehr! Gleich von Ziegler gibt es mit dem Aureum Grave Digger einen 6-jährigen Single Malt, der zusätzlich zur Eiche auch in Fässern aus französischer Kastanie reift - das wäre für einen echten Schotten undenkbar, macht sich aber richtig gut. Bei den Pionieren von Slyrs geht man mittlerweile richtig in die Vollen: Zu den im Sherry-Fass zur Vollendung gereiften Whiskys aus dem andalusischen Oloroso und Pedro Ximénez gesellen sich seit Neuestem Port- und Marsala-Editionen. Dazu gibt es noch - und da sind wir schon fast schottisch unterwegs - Abfüllungen in Fassstärke (Cask Strength, 56,6 % Vol.). Die gibt es übrigens auch von Ziegler Aureum (53,9 % Vol.). Spätestens bei diesen beiden Schwergewichten empfiehlt sich die Zugabe von weichem Wasser (tröpfchenweise), um den Whisky auf die bevorzugte Trinkstärke zu bringen.

 

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